# 24 Adlerwerke Frankfurt
Shownotes
Rauchende Schlote, technische Innovationen und eine Geschichte voller Höhen und Tiefen: die Adlerwerke Frankfurt. Ein Unternehmen, das mit seinen Produkten vom Fahrrad über Schreibmaschinen bis zum Automobil weltweit bekannt wurde und für Fortschritt, Wirtschaftswunder und zugleich die Herausforderungen ihrer Zeit stand. Kommt mit Winfried Becker – vom Gallus Theater in den ehemaligen Adlerwerken – und mir auf eine spannende Zeitreise durch eines der bekanntesten Unternehmen Frankfurts.
Das Interview lief bei radio x im Rahmen der Sendung WISSENschaffen im Juli 2026 (www.radiox.de).
Website: https://wissenschaffen.at/ E-Mail: wissenschaffen@nadinezeidler.de
Musik: www.pixabay.com/Stockaudios
Transkript anzeigen
00:00:05: Ihr hört im Podcast Wissenschaften mit Nadine Zeitlar.
00:00:08: schön, dass ihr dabei seid.
00:00:09: Hier geht es um Wissenschaftskommunikation und spannende Themen die mich interessieren und begeistern.
00:00:15: Die Interviews sind teilweise Mitschnitte aus meinen Live-Radiosendungen oder fanden im Rahmen anderer Audiobeiträge statt.
00:00:21: Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören!
00:00:35: Nach der letzten Sendung zur Gedenkstätte Adlerwerke in Frankfurt haben sich einige Hörerinnen und Hörern von euch gewünscht, mehr von dem Unternehmen zu erfahren.
00:00:42: Diesen Wunsch möchte ich gerne heute nachkommen.
00:00:45: Zusammen mit Winfried Becker reisen wir durch die Unternehmensgeschichte der Adler Werke Frankfurt.
00:00:50: Winfried bzw.
00:00:51: Winnie kennen bestimmt einige von euch.
00:00:53: Er ist sozusagen ein Urgesteiden bei Radio X, macht seit vielen Jahren die Sendung Gallusfenster und ist Leiter des Galvistheaters in Frankfurt.
00:01:02: Winnie wird uns heute ganz viele spannende Dinge über die Adlerwerke erzählen, ja, Winnie, ich freue mich, dass du heute hier im Studio bist!
00:01:09: Herzlich willkommen!
00:01:10: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:12: Sehr sehr gerne!
00:01:14: Rauchende Schlote, technische Innovation und eine Geschichte voller Höhen und Tiefen die Adlerwerke Frankfurt.
00:01:20: Ein Unternehmen das mit seinen Produkten vom Fahrrad über Schreibmaschinen bis zum Automobil weltweit bekannt wurde und für Fortschritt Wirtschaftswunder und zugleich die Herausforderung ihrer Zeitstand Wie nie.
00:01:32: zu den Adlerwerken gibt es ganz, ganz viel zu erzählen.
00:01:35: Beginnen wir doch mal mit der Gründung.
00:01:37: Womit hat's eigentlich angefangen?
00:01:39: Darf ich was vorausschiegen?
00:01:41: Ich hab's dir schon erzählt weil im Prinzip ist es so das Gallustheater hat zwei neunzig sozusagen das Angebot bekommen ein neues Theater in den Adlers.
00:01:52: Werke zur Errichtung zwar schon klar die sind verkauft worden an Philipp Holzmann und da wird ein neues Theater entrichtet und wir mussten warten warten Bis siebenundneunzig.
00:02:04: Und da hat Radio X anmohlen.
00:02:07: Es war schon, der Rohbau war fertig und dann habe ich mir ausgesagt.
00:02:12: in meiner allerersten Sendung lade ich mit den Betriebsratsvorsitzenden der Adlerwerke den letzten Lothar Reiniger ein.
00:02:20: Dann komme ich mit der Bombe heraus!
00:02:23: Es gibt ein neues Theater in den Adlerwerken.
00:02:26: Und während der Sendung erzählt er mir, ja, es gab während dem Krieg einen KZ-Innenadlerwerke.
00:02:33: Ich hab ihm versprochen, ob er da zwangsarbeit aber doch bitte keinen KZ!
00:02:36: Aber ich habe schon seit sechstundachtzig im Gallus keine Art Medaille davon erzählt und dann hab' ich ihm versprungen.
00:02:44: Er hat mir nach der SendUNG gesagt, ich wollte jetzt nicht mit dir diskutieren, ich geb dir mal ein Buch.
00:02:51: Und da stand das schwarz auf Weiß drin, von Kaiser Gnorn.
00:02:55: Eine Recherche.
00:02:56: Ich hab alle meinen Bekannten im Gallus gesagt, warum hast du mir das nicht gesagt?
00:03:00: Ich mach doch kein neues Theater in einem ehemaligen KZ!
00:03:04: Und so, ja wir wussten es nichts und siehe da keine im Gallos wusste dass da ein KZ war.
00:03:10: Es war völlig unbekannt und habe ich bei der Eröffnung... Versprochen.
00:03:16: und der Beisein der Oberbürgermeisterin Petra Roth.
00:03:20: Ich werde dafür sorgen, dass die Erinnerung an das KZ in die Geschichtsschreibung Frankfurt aufgenommen wird.
00:03:28: Das ist gelungen nach über zwanzig Jahren.
00:03:30: Ja
00:03:30: genau.
00:03:31: Seit
00:03:31: drei Jahren gibt es den Geschichtsort...
00:03:34: Genau!
00:03:34: Das war Thema in der letzten Sendung.
00:03:36: Und jetzt
00:03:36: redet jeder über den Geschichtshort jährige grandiose Geschichte der Adlerwerke, über die redet jetzt keiner mehr.
00:03:45: Deswegen sind wir heute hier, um die Geschichte zu erzählen.
00:03:48: Ich freue mich total!
00:03:50: Deswegen bin ich dankbar für die Einladung, dass sich mal was Adlerwerke für Frankfurt und Deutschland und für die Welt auch bedeutet hat, das ich da mal drüber erzählen würde... Und ich habe schon x-mal über die dunklen Zeiten während dem Zweiten Weltkrieg erzählt aber das hab' ich noch nicht erzählt.
00:04:11: also deswegen freue ich mich
00:04:12: super gerne.
00:04:13: und
00:04:14: dann
00:04:16: starten
00:04:18: wir.
00:04:18: Und es ging ja mit dem Fahrrad los?
00:04:20: Ja, doch.
00:04:21: Also Heinrich Kleier, Sohn eines begüteten Wilhelm-Kleiers von Darmstadt hat natürlich an der TU Darmstad Ingenieurwesen studiert und hat dann nach dem Studium so ein bisschen Praktika gemacht Beim Import und Export von Maschinen.
00:04:42: Sehr interessant, in Deutschland kann man bestimmt viel Geld machen indem man bestimmte Maschienen aus den angelsächsischen Ländern hauptsächlich England das war die Qualitätsmarke an sich und USA machen.
00:04:58: dann ist er nach Boston Als Student gegangen und hat dort Import- und Export studiert.
00:05:07: Unter welchen Voraussetzungen kann man den Maschinen aus den USA nach Deutschland importieren?
00:05:14: Und dabei in Boston gegenüber ist Cambridge, die MIT Massachusetts Institute hat er ein Fahrradrennen gesehen.
00:05:24: Das gab die Hochräder und da sind so ganz tolle Studenten, haben da ein Fahrrad.
00:05:30: Er war sowas von beeindruckt und hat sich einen Fahrrad gekauft.
00:05:34: Der War nicht das ist nicht ganz arm ne?
00:05:36: Und
00:05:36: kam nach Deutschland mit einem Hochrad Alarm gestaunt.
00:05:42: Kannte man nicht zu den ... Nee, das
00:05:44: war so unbekannt!
00:05:45: Und er hat gemerkt Mönch Das ist ja eine riesen Nachfrage, weil alle wollten Hochräder haben.
00:05:52: Ich habe ja gerade mal Import-Export.
00:05:55: Da könnte ich doch einen eigenen Betrieb anfangen und könnte das was sich gerade gesehen haben Fahrräder aus den USA hier importieren.
00:06:04: Und wo hat er ein eigenes Firma gegründet?
00:06:06: Import von Maschinen also es ging auch um irgendwelche Hexelmaschinen und sonstwas aber auch Fahrräde und das Fahrrad hat gebohmt Na al-Zanaya, Amerika!
00:06:18: Ein langer Schiffsweg ist vielleicht besser, wenn ich das über England mache.
00:06:24: Ich importiere lieber mal englische Fahrräder und es hat gebrummt.
00:06:29: Das war billiger und so.
00:06:31: Also jetzt mal irgendwie ... Das ist so ein Kunstwerk nett und da könnte ich doch mal ... Da war eine Rasenmäherfabrik, die da so Fahrradrohre machen konnten.
00:06:45: Könnte man nicht auch selber mal Fahrräde ... und dann hat er eine Fahrradproduktion angefangen.
00:06:54: Und es ist gebohmt, das war ... Er hat auch das Niederrath erfunden, an den, dass sie erfunden wurden.
00:07:01: Aber er hat das gebaut hier in Deutschland.
00:07:04: Das war viel sicherer.
00:07:06: Es war ein Safety-Fahrradbeiß geließt.
00:07:09: Okay!
00:07:10: Weil das Hochrat, wenn man da an einen Stein gekommen ist, dann hat mir Übergewicht gekommen Hohenrad über die Lenkstange nach unten gefahren.
00:07:20: Nicht
00:07:21: so gut?
00:07:21: Nee, viele Verletzte.
00:07:23: Wir haben jetzt im Gallus beim Stadten, der ist einem mit dem Hochrad gefahren ... Na ja!
00:07:28: Ich hab gedacht ich würde mich da nicht draufsetzen.
00:07:31: Ich möchte auch nicht.
00:07:32: Also es ist nicht so gut.
00:07:34: So ging es den anderen auch.
00:07:36: Und dann hat er angefangen hier, das war erst in der Gutleutstraße und so, hat er Fahrradfabrik gebaut und es boomt in er.
00:07:47: Er musste beständig erweitert, er brauchte neue ... Neues Gelände.
00:07:55: Und da gab's hinter dem Gutleutthöfer Feld, also in der Gallus-Warte war ja die Galgenwarte, gab es ein neues Industrieviertel, dass die Preußen den Frankfurtern aufgedrückt waren.
00:08:08: Die Frankfurte waren ja so, dass sie gesagt hat bei uns Banken handels Leute aber keine Industrie, die soll höchst oder feschneim oder sonst was machen.
00:08:18: Frankfurt war industriefrei bis die Preußen kamen.
00:08:22: Wir haben gesagt, wir machen hier einen Hauptbahnhof, Zentralbahnhof und hinter dem Zentral Bahnhof machen wir Industrie.
00:08:30: Sofort kamen natürlich auch industrielle Maifahrt-Eisengießerei direkt hinterher.
00:08:38: Also war nur schwerindustrie mit so... Richtig Eisen und so was.
00:08:44: Weiter hinten war das erste Elektrizitätswerk von Frankfurt, die bei meinem Mai-Fahrt-Glauben ... Oder ne wie Lama hier.
00:08:54: Ja?
00:08:55: Also später, jetzt haben wir das ja in der Gutleutstraße.
00:08:58: Das war in der Gleihstraße, in der Höchsterstraße hieß es damals.
00:09:02: Okay.
00:09:04: Hinten ist wichtig weil dann Adler expandiert ist.
00:09:08: Die sind dann in die ... Und der Adler hat das Glände gekauft und dann die ganze Kleierstraße sozusagen besessen.
00:09:16: Genau, ist auch ganz schön groß das Gebäude wenn man sich das anschaut ne?
00:09:19: Ja also er hat also fünfundachtzig achtzehn fünfundachtzig hat er die Heinrich-Kleier G im BH gegründet und hat dann sein erstes Fahrrad.
00:09:32: mit dem Marke Adler hat er einen Niederrad herausgebracht und in der Gutleutschstraße ein Velotrom gemacht.
00:09:43: Also es waren für die ...?
00:09:45: Ja, ein Velodrome das war unten war Reparatur oben war Produktion ganz oben war und im Dach war ein Fahrradparcours
00:09:59: Kein ganz modern.
00:10:02: Ja, das ist wie ... Man hat's ja jetzt bei meiner Hinten.
00:10:06: im Riederwald gibt es ja auch solche Fahrradwerkstätten und da kann man dann auch probieren.
00:10:14: Das hat er gemacht!
00:10:15: Und das hat einen riesigen Gumm ausgehöst hier in Frankfurt.
00:10:19: Das Fahrrad war das Verkehrsmittel, wo wir unabhängig waren, doppelt so schnell vorwärtskommen und die Marker artlernen.
00:10:28: unter dem Dings Radler-Fahradling.
00:10:31: Das war natürlich der absolute Slogan, der in Frankfurt so richtig gezogen hat.
00:10:42: und dann hat er ... Weil es war bis sie holprig immer so.
00:10:45: die Straßen waren so gepflastet und plötzlich hat er mit Dunlop zusammen den Luftreifen erfunden.
00:10:54: Das war das erste Fahrrad mit Luftreifen.
00:10:58: Da konnte man plötzlich sehr bequem fahren, und das war der Durchbruch, weil es nicht mehr so rollprig war.
00:11:08: Ein bisschen
00:11:08: Luxus dann?
00:11:09: Ja,
00:11:12: er musste immer weitererweiten ... in der Höchsterstraße und eine Hütte nach der anderen, also verschiedene Werkstätten wurden da gebaut.
00:11:23: Aber alles noch so kleine Hütschen waren das.
00:11:27: Dann hat er, aus dem Jahr eightiehundert achtundneunzig kam es auf.
00:11:32: wir wollen Motorräder bauen und Autos sogar, die haben das entwickelt und im Jahre neun Das erste selbst entwickelte Autoverkauf.
00:11:48: Reichsweit war das schon ein Novum und er war unter den ersten, er war nicht der Erste Erfinder des Automobils aber er war ein super Vermarkter.
00:11:59: und die Adlerwürge, Werke wuchsen schneller als andere Und er ist immer größer geworden, hat immer mehr Firmengelände zugabend.
00:12:11: Die Hütchen, die da gestanden haben ... Die Fläche hat gar nicht ausgereicht.
00:12:17: Er musste was Neues machen und dann wurden die Hütchens abgerissen.
00:12:21: Dann kam ... Er war mittlerweile ziemlich reich.
00:12:31: Das Bauwerk, wo das Galustia ist, ist in den letzten Jahren errichtet werden.
00:12:35: Die modernsten Industriebauten im Deutschland gebaut.
00:12:41: Man muss bedenken, so Hütchen waren da Eingänge gemauert und so was ... Ohne Klo, ein bisschen Klomplumsklo irgendwo.
00:12:51: Und plötzlich sind da Riesen ... Die sind vier Meter hoch die Decken.
00:12:56: Das
00:12:57: ist wunderschön!
00:12:59: Ja und er war mittlerweile ein sehr ... Ein reicher Mann, der natürlich in Italien immer Urlaub gemacht hat.
00:13:07: Und er war ein Bewunderer der Toskanischen Burgen.
00:13:11: und dann hat er natürlich in den Adlerwerken gesagt ... Also, er hätte da so eine Türme links- und rechts am Ring und bitte so ziehen wie in der Toscana.
00:13:24: Das heißt die Adler Werke war originaltoskanischer Burgenstil.
00:13:28: Ach!
00:13:29: Ja?
00:13:30: Und modernste Bauten.
00:13:33: Der Gustav Eiffel hat ja bewiesen, dass man mit Stahlgebäude errichten kann.
00:13:38: Zum Beispiel ein Eifelturm den höchsten damals höchstem Turm der Welt und das hat man auch bei den Adlerwerken so gesehen.
00:13:48: Das Problem ist wenn man mit Eisen baut dann kippt es leicht um.
00:13:53: also brauche ich querversteifen diagonalen Aber die Diagonalen sind durch Backsteinwände errichtet worden.
00:14:03: Achtzig Zentimeter dicke Mauern, also wenn man auf die Ottlerwerke guckt schaut man auf ein Achtzig Zentimeter dickes Mauerwerk und dann kommt eine ganz filigrane Stahlskelett Skulptur Mit dem großen Vorteil, ich hab keinerlei tragende Wände in den Adlerwerken.
00:14:25: Oh
00:14:25: wow!
00:14:26: Ich
00:14:26: kann meine Werkgruppen beliebig abgrenzen durch Wände ... Also nicht tragende Wände?
00:14:34: Ich kann es erweitern... Ich bin so flexibel und die Türme dienen dazu, dass das ganze Ding nicht kippen kann.
00:14:42: Weil sie sind vier-äckige, achtzig Zentimeter dicke Bollwerke, die sozusagen die Anker für die Stahlträger bilden.
00:14:57: Die völlig un... Also so löst es.
00:15:00: Dadurch dass ich keine tragenden Wände zwischen den Türmen habe kann ich riesengroße Fenster reinmachen.
00:15:07: Das heißt waren lichtdurchflutete Arbeitsräume mit in den Thürmen Waschräumen.
00:15:16: Das war völlig neu.
00:15:18: Das war das erste Mal, dass die Arbeiter nicht schwarz nach Hause gegangen sind und dann hier in der Küche sauber machen mussten?
00:15:27: Nein!
00:15:28: Die kamen mit Straßenklamotten, haben sich in den Fabrik umgezogen, hatten Spins und haben sich nach der Arbeit in der Fabrik gewaschen, haben ihre Straßenkramotten wieder angezogen nach Hause gekommen, wo die Mutti schon was gekocht hatte wahrscheinlich.
00:15:49: Das war
00:15:49: mit der Arbeit sehr fortschrittlich.
00:15:52: Ja
00:15:53: aber es war damals und jeder wollte gerne in den Adlerwerke arbeiten.
00:15:59: also es war ein äußerst attraktiver Arbeitgeber.
00:16:04: er hat dann auch Werkswohnungen gebaut als er für die Arbeiter auch Wohnungen gebaut und galt Patriarschalische Unternehmen.
00:16:17: In den zwanzig Jahren nach dem Ersten Weltkrieg wollten ja Arbeiter mehr lohnen und es gab mehr Arbeitskampf, da hat man gesehen dass er ein ganz konservative klassenbewusster Kapitalist war der nichts anbrennen wollte lassen wollte aber einen ein großes Problem hatte.
00:16:43: Seine Arbeiter haben Autos gebaut, da musste man richtig viel Know-how haben und musste eine Jahre gelernt haben in der Fabrik.
00:16:55: Wenn diese Arbeit gestreikt hat, ging gar nichts mehr.
00:17:00: Es gab keine anderen Arbeiter ... Man konnte die nicht aussperren und andere holen.
00:17:07: Es gabs keine
00:17:08: anderen.
00:17:09: Okay, die hatten Macht.
00:17:11: Und deswegen hatten die Arbeiter in den Adlerwerken eine ganz große Macht und sie sind die Speerspitze der Frankfurter Arbeit der Bewegung.
00:17:21: also auch das ist so einzigartig.
00:17:25: Ja, ob das gehört zur Geschichte der Adler Werke?
00:17:28: Also, wir sind jetzt vom... also du hast das Fahrrad genannt.
00:17:32: Das Automobil.
00:17:33: und wie war das dann mit dem Motorrad-Unterschreibmaschine?
00:17:36: Kamen die später oder...?
00:17:37: Nein,
00:17:38: die sind schon ein Jahrzehnte.
00:17:39: des Motorrads kam dazu.
00:17:41: Es war aber nicht so prominent wie nach einem Zweiten Weltkrieg.
00:17:46: Okay.
00:17:46: Also es waren nicht der Boom.
00:17:51: Der Boom hat Luxusautos.
00:17:56: absolute Luxusmarke.
00:17:59: Die konnten wirklich nur die Reisen erreichen, sich leisten hatte aber eine riesen Renommee.
00:18:05: schon Heinrich Kleier wurde mit seiner Fabrik dann zum Vorsitzenden der Autobauer der Motorbauer Deutschland Motor Fahrzeughersteller Deutschlands.
00:18:26: Das war ein exklusiver Knob, nur für die Autobäume hat sie das Benz, also mit Benz und so und er war der Vorsitzende.
00:18:35: Das heißt man sieht daran welches Renommee in Deutschland die Adlerwerke hatten.
00:18:41: Es war eine deutsche Weltmarke.
00:18:44: Riesenstellenwert nicht nur in Frankfurt sondern in der ganzen Welt?
00:18:49: Wo habe ich mich aufgeschrieben?
00:18:53: Es war, wann war es zwanzig, glaube ich.
00:18:56: Es ist nach dem Ersten Weltkrieg was der größte Arbeitgeber Frankfurt ist.
00:19:01: Also
00:19:01: die haben immer mehr expandiert, immer weiter die Höchsterstraße entlang.
00:19:09: Das war ja zwischen der Höchsterstraße und den Gleisen vom Hauptbahnhof, da haben sie dieses ganze Gelände eins für eins aufgekauft und dann sogar Lamaier, die Elektrizitätsfabrik aufgekauft, dort ihr Werk zwei aufgemacht.
00:19:25: Und dazwischen waren auch noch jüdische Händler, an Adler verkaufen mussten, sodass sie von vorne, fast von der... Also hinter dem jetzt BMW und Peugeot.
00:19:46: Die ganze Straße bis oben, fast bis zur Eisenbahn waren Adlerbesitz.
00:19:54: Der größte ... Arbeitgeber Frankfurt, sieben ... Ich hab's irgendwo aufgeschrieben.
00:20:00: Ich find's grad nicht.
00:20:01: Siebentausend ... Also, neunzehntvierzehn vorm Ersten Weltkrieg mit siebentausend Mitarbeitern.
00:20:09: der größte Arbeit geht in der Frankfurts.
00:20:12: Das ist was?
00:20:13: Ja!
00:20:14: Und ich habe auch ganz viele Leute, weil ich immer ja, wir sind im Adlerwerke, ah mein Cousin hat dort gelernt und so was.
00:20:22: Ganz viele Frankfurter... verknüpfen ihre Biografie mit den Adlerwerken.
00:20:27: Weil so viel Ausbildung, so viel Bezug zu den Adlärwerken gehen und das gehört einfach auch dazu.
00:20:36: Ja absolut!
00:20:37: Vinnie bevor wir jetzt auf die Zeit zwischen des ersten zweiten Weltkriegszusprechen kommen hast du mir gerade noch was in der Musikpause erzählt nämlich Anagalos Warte gibt es einen Abzweig und er war extra für die Adler Werke.
00:20:49: ne?
00:20:52: zeigt, wie wichtig die Adlerwerke für Frankfurt waren.
00:20:56: Man muss bedenken also es haben ja siebentausend Arbeiter da gewohnt.
00:21:00: Die sind ja alle mit der Straßenbahn gefahren.
00:21:02: und dann hat man einfach wegen den Schichten der Adler Werke hat man an der Galloswater einen Abzweig durch die höchste Straße Kleierstraße.
00:21:12: Die ist an den Adler Wirken zwar zwei Werke, die hat mehr Rale stellen also an der Schwalberei und hinten noch mal zu den Schichtzeigen ein- und ausgestiegen.
00:21:24: Und ich hab mich früher mal gewundert, dass die so ganz komische Fahrzeiten an diese Straßenbahn ... Das waren einfach die Schichtzeit der Adlerwerke!
00:21:34: Wahnsinn!
00:21:34: Die einfach beibahalten worden sind.
00:21:36: Ja toll, toll... Und
00:21:37: das nach zweieinundzig wusste die Adler Werke da gar nicht mehr gab.
00:21:41: Ach so lange noch?
00:21:42: Ja, immer noch.
00:21:43: Es war irgendwie ein Relikt aus dieser Adlerzeit.
00:21:50: Das zeigt, wie stark die Adlerwerte in das Leben von Frankfurt eingegriffen haben.
00:21:59: Dann
00:22:01: kam der Erster Weltkrieg oder kurz vor Erstem
00:22:04: Weltkrig?
00:22:06: Kleier war ein glühender Patriot und dann sollte natürlich die Reichen Kriegsanleihen ... Das Deutsche Reich brauchte Geld!
00:22:15: Und er hat jede Menge Kriegs-Anleihen.
00:22:19: Bei einem Entsieg wird man da mit Zinsen und so was ganz viel zurückkriegen.
00:22:25: Jetzt hat er vor Deutschland den Krieg verloren, Herr Kleier hat all sein Geld verloren!
00:22:32: Er
00:22:32: war sich echt sicher, dass der Krieg gewonnen wird.
00:22:36: Ja, offensichtlich.
00:22:37: Deutschland hat ... War ja sehr begeistert.
00:22:38: und
00:22:39: so
00:22:39: was.
00:22:39: Dann hätte Frankreich Reparaturzahlungen machen müssen.
00:22:45: Die hätten mit Zinsen werden die den deutschen Unternehmen, die Kriegsanlagen immer zugezahlt worden.
00:22:50: Da wurde nichts draus.
00:22:53: Schlecht!
00:22:54: Und dann ging es wirtschaftlich natürlich auch drunter und drüber.
00:22:59: Es gab ... Die Revolution, die Demokratie geordnete.
00:23:04: Der Kaiser ist geflohen nach Holland und große Wirren und natürlich große Arbeitskämpfe.
00:23:12: Und dann zum großen Überfluss ... die Hyperinflationen.
00:23:18: Da ging plötzlich das ganze Vermögen drauf.
00:23:21: Es kam sogar noch dazu, dass die Adlerwerke angefangen haben.
00:23:29: bis dahin nach dem Werkgruppen-Prinzip gearbeitet.
00:23:33: Eine Gruppe von, ich weiß nicht wie viel, zehn Leuten baut ein Auto und ist nach drei Tagen fertig.
00:23:40: vielleicht oder was?
00:23:42: Und dann hat doch in Detroit einen gewissen Henry Ford eine Methode entdeckt sodass er die Automobil für die Hälfte des Preises herstellen konnte.
00:23:54: Er hat sie auf Bänder gesetzt, das heißt mit dem Vorteil stumpfse nicht ... Irgendwelche Arbeiter machen nur die Räder dran.
00:24:05: Die anderen machen nur den Deckel drauf oder bauen den Motor ein und so was, man hatte den Vorteil, dass man an diese Stelle dieses Werkzeug alleine gebraucht hat und diese Zutaten gebrauchten.
00:24:18: Und es war sozusagen dieses modulare Prinzip einen Auto zu verrücken und die Werkgruppe am Ort zu lassen.
00:24:29: Das war viel ... Und damit mussten die Arten werden.
00:24:34: Die haben sich hoch verschuldet noch mal und haben bei der größten deutsche Mandierkredit.
00:24:41: Sie hatten zwar bis sie viel Geld verloren im Ersten Weltkrieg durch die Kriegsanleihen, aber die haben Kredit gekriegt.
00:24:49: Dann kam die Inflation und sie konnten die Zinsen nicht mehr bezahlen.
00:24:54: Und dann ging's richtig wert ab.
00:24:56: Okay ... Dreiundzwanzig musste ... Heinrich Gleihe abtreten als Geschäftsführer, er durfte dann noch so bis ihr Ehrenhalbe den Aufsichtsrat machen.
00:25:08: Aber die Darnatbank, die Darmsstätte Nationalbank, Die größte Bank Deutschlands in jüdischem Besitz hat die Aktienmehrheit der Adlerwerke übernommen und hat natürlich als erstes einen jungen sehr ehrgeizig, ein Generaldreck der eigentlich von Herrn Hagemeier.
00:25:35: Der mal klargemacht hat, dass er jetzt das Sagen hat und war dann so bisschen wirr und sowas.
00:25:44: und dann haben sie auch die SPD unterstützt bei den Wahlen aber die Nationalsozialisten, die haben die Mehrheit gekriegt.
00:25:53: Und dann, dreiunddreißig.
00:25:55: Kleier ist zweiunddreißig gestorben und hat das alles nicht mehr erlebt.
00:26:03: aber der flotte neue Generaldirektor der musste mit.
00:26:10: also der musste erleben dass dreintreißigt die Nazis dran gekommen sind Und die haben natürlich ihn gehasst und haben ihn als Judenknächt bezeichnet, weil er ja angestellte von einer jüdischen Bank war.
00:26:28: Er selbst war aber nicht Judo oder doch?
00:26:29: Nein,
00:26:29: nein!
00:26:30: War arische-deutsche.
00:26:32: Okay.
00:26:33: Und er war nur von denen.
00:26:35: Dann gab es natürlich die Obernazis, die ihn hassten und haben gesagt der muss weg den... Der muss als erstes jetzt weggehen.
00:26:45: Die haben geschafft, dass die Darmstadt der Nationalbeit Bankrott gegangen ist und den Wiesen vergehen.
00:26:52: Was man denen alles so unterstellt hat ... Heute in den Autokratien macht man das genauso.
00:26:59: Trump überzieht sie alle mit irgendwelchen Prozessen.
00:27:03: Putin hat es auch gemacht oder sowas.
00:27:05: Das haben damals einen ... Und die Tristnerbank?
00:27:09: Das war die pure Nazi-Bank!
00:27:11: Die war von Nazis, sozusagen.
00:27:15: Das war ihre eigene Hausbank.
00:27:16: Die hat die Adlerwerke übernommen und die wollte natürlich, der auf sich das Rad wollte als erstes den Hagemaier loswerden.
00:27:24: Den
00:27:25: Judenknecht, wie du gesagt
00:27:27: hast?
00:27:28: Und der war so gut vernetzt.
00:27:30: Die Adlerwerke waren die größte, renommierteste Automobilfabrik Deutschlands und er war der Präsident der Auto Union.
00:27:41: Er hatte nur Freunde seiner anderen.
00:27:44: Also charakterisch ... Ich hab viel von ihm gehört.
00:27:52: behutsam und hat sich um seine Leute gekümmert.
00:27:57: Und denen dabei, der geholfen ... Also er war einer, der um sich herum nur Freunde gezüchtet hat.
00:28:06: Den hast du einfach nicht vom Hogger gekriegt!
00:28:08: Er ist natürlich sofort nach Dreiunddreißig in die NSDAP eingetreten.
00:28:14: Sehr
00:28:14: schlau?
00:28:15: Ja sehr schlauw, das musste er machen.
00:28:19: Da gründen sie den Parteigenossen auch nicht anhaben.
00:28:24: Aber Sie wussten denen, bringen wir noch zu Strecke.
00:28:27: Es gab wirklich Leute die ihn gehasst haben.
00:28:30: Er hat dann ... Also er hat die Geschäfte weitergeführt und hat sich dann natürlich auch für das Militär interessiert.
00:28:40: Und hat gesagt, naja wir bauen hier die besten Autos.
00:28:43: Wir könnten ja auch Lafetten für Kanonen bauen und könnten Lastwagen für das militär bauen.
00:28:54: So ist Adler langsam in die Kriegsproduktion eingetreten der renommiertesten, weil die hatten ja alle die Werkstätten Militärausrüster geworden.
00:29:08: Also Hagemaier musste natürlich auch sich beweisen und damit konnte sozusagen der Absturz des Fabrik gepremst werden.
00:29:21: Das war nicht mehr die allergrößte deutsche Fabrik, weil andere.
00:29:25: Hitler hat ja dann VW gegründet.
00:29:28: Die haben den Volkswagen herausgebrachten.
00:29:33: Adler hatte ja immer ein bisschen Luxuswagen und so ein bisschen bessere, die haben auch Lkw's gebaut.
00:29:40: aber Adler war dann ein bisschen nicht mehr im Volkstrend, war es noch nie gewesen und deswegen ist Adler geschrumpft.
00:29:50: Wohingegen?
00:29:51: mit Schreibmaschinen und Nähmaschinen haben sie dann zwischen den Jahren also sehr gut punkten können?
00:29:56: Stimmt, die Nähmaschine habe ich vergessen, genau.
00:29:58: Ja ja, diese
00:29:59: sind auch gebaut worden.
00:30:00: Das war
00:30:01: dann...
00:30:01: Die haben sich so ein bisschen mehr darauf verlagert
00:30:05: Also neben der Rüstungsindustrie, die Niemaschinen und Schreibmaschinen?
00:30:10: Ja.
00:30:11: Schreib Maschinen wurden ja damals gebraucht in den Amtsstuben und auch bei Nazis, die waren ja voller Bürokratie mit vielen Schreib- maschinenbedarf.
00:30:22: Es ist nemsmaforecht ... Der Absatz an Amtsschreibmaschinen war noch so groß, dass sich schwarze Zahlen geschrieben haben.
00:30:38: Das heißt damals hat man in den Amtstuben ja ... fünf, sechs, sieben Durchschläge gebraucht.
00:30:46: Da musste ja eine Rechnung siebenfach durchstehen, weil das kann am aller Abteilungen und es konnten nur die Adler Schreibmaschinen.
00:30:53: Das heißt... Auch wieder was Besonderes?
00:30:55: Ja!
00:30:56: Die Adler schreiben also zwischen dem Jahr und zwischen den Kriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg waren Adler-Schreibmaschine mit die besten in Deutschland.
00:31:07: Also das war ein Riesenrenommee.
00:31:11: Ich bin mir grad nicht sicher, ich darf aber wir haben sogar eine zu Hause oder hatten einer.
00:31:14: Ich will mich ganz sicher wahrscheinlich in vielen Haushalten.
00:31:18: Ja
00:31:18: ja ne, wir haben auch einen im Theater bei uns im Keller.
00:31:21: Manchmal stelle mir so aus wenn es gerade war passt und so.
00:31:26: Insofern das ist...ich hatte auch eine Adler Schreibmaschine und äh ja also das ist ein ganz wichtiger Betriebszweig.
00:31:38: Das is dann.
00:31:40: Dann kam halt der Krieg und die Adlerwerke haben sehr viel produziert.
00:31:46: Und so langsam wurden die Arbeiter alle zum Militär eingezogen, sie haben immer weniger Arbeit gehabt.
00:31:52: Die wurden aufgefüllt durch Zwangsarbeiter aus den westlichen ... eroberten Ländern.
00:32:03: Es waren ganz viele Franzosen da, Kriegswahlen Engländer.
00:32:11: Alle die vom Fach waren, wurden befragt in der Kriegsgefangenschaft.
00:32:15: und wenn dann sind ihr einfach in die Adlerwerke gekommen.
00:32:19: Das ist aber jetzt nicht das KZ gewesen weil sie waren auf dem Krisheim.
00:32:26: erfällt also hinter der Mainzer Landstraße in Baraken Morgens Appell, Abmarsch-Marsch.
00:32:36: Vorne Soldatinnen und Soldaten sind die in Kolonne zum Arbeitsplatz Adlerwerke gelaufen, haben dort, ich weiß nicht wie viel, wahrscheinlich nicht acht Stunden, sondern zehn Stunden wiederarbeitet.
00:32:48: Und dann sind sie antritt, sind sie wieder heim und haben sich da gewaschen und haben auch geschlafen.
00:32:55: Sie waren nicht in den Werkshallen, hat keiner übernachtet.
00:32:59: Zu diesem Zeitpunkt.
00:33:01: Das war in den Anfang, also es waren ... ... zweiundvierzig dreiundviertzig.
00:33:08: Dann kam der große Bombenangriff im März vierundvierzig.
00:33:14: Die ganze Innenstadt von Frankfurt wurde platt gebompt.
00:33:18: Es war ein Riesen.
00:33:20: Die Innenstadt waren alles Holzhäuser noch vom Vorgel.
00:33:24: Also Fachwerkhäuse, die Lichthello gebrannt hat und auch die Adlerwerke sind schwer verbompt worden.
00:33:33: Und eine Produktion war nicht möglich mehr.
00:33:39: Hagemeyer hat natürlich eine schlaue Idee gehabt, da hat gesagt wir machen die Produktion weiter in dem Kali-Bergwerk Flieden.
00:33:50: Wenn man nach Fulda fährt der Autobahn ist doch links so ein weißer Berg Kali, also Salz unter der Erde.
00:34:02: Da gibt es ganz viele Gänge und da kann man ja gut Autos bauen in diesen Gängen.
00:34:09: Auf jeden Fall musste man die wertvollsten Maschinen der Adlerwerke sofort hinbringen und dort sagen wir testen das jetzt mal aus wie hier unsere Produktion machen.
00:34:22: Und jetzt kommen die alten Nazis wieder auf.
00:34:26: Der Wille behauptet nicht mehr dort Militärproduktion machen.
00:34:32: Der will nur seine teuren Maschinen retten, das ist
00:34:36: Wehrkraftzersetzung.".
00:34:39: Ach ja!
00:34:43: Er natürlich ... Nee, nee.
00:34:47: Ich hab ja eh keine Leute.
00:34:48: Das ist natürlich weniger meine Produktion, weil ich einfach wenige Leute da einsetzen kann.
00:34:55: Das geht gar nicht an das.
00:34:56: Nein!
00:34:57: Das wäre Kraftzeit.
00:34:58: der Mann muss vor's Kriegsgericht und muss hingerichtet werden oder sowas.
00:35:03: Und er stand ziemlich mit dem Rücken an die Wand.
00:35:06: Er schreit bitte, gebt mir Leute und ich mach' die Produktion in Frankfurt
00:35:10: weiter.".
00:35:11: Na ja, Leute haben wir genügend.
00:35:13: Wir haben gerade den polnischen Aufstand niedergeschlagen und ... Alle Männer.
00:35:19: am ersten August ging es los, vierzehntare später.
00:35:22: Das ist ja auch so eine Geschichte.
00:35:25: Ja,
00:35:28: die Bombardierung von Frankfurt war im März, der Aufstand brach aus und zwar die haben gewartet bis die rote Armee herkommt.
00:35:38: Und dann haben sie einen Aufstand gemacht weil die Deutschen immer im Rückzug waren.
00:35:48: Die wollte nicht, dass die Hauptstadt Warschau von den Russen befreit wird.
00:35:52: Sie wollten sie selber befreien damit sie sagen wir sind ein unabhängiges polnisches Nation und es kommt nicht in die Tüte das wir von der sowjetischen Armee besetzt werden.
00:36:04: Wir machen das selber.
00:36:06: Das war wie Charles de Gaulle, der darauf bestanden hat Paris selbst zu befreien und nicht durch die Amerikaner befreienden zu lassen.
00:36:16: Das war von den Polen genauso gedacht.
00:36:20: nur die rote Armee hat sich zurückgezogen und dann plötzlich nichts mehr gemacht.
00:36:25: Die Deutschen haben gemerkt oh wir können ja mit unseren schweren Waffen uns umdrehen und erst mal gegen Warschau vorgehen.
00:36:33: genau das war die Intention der Roten Armee.
00:36:36: Das hat den Deutschen erlaubt, den Aufstand so schnell niederzuschlagen.
00:36:42: Und sämtliche, die haben also in ersten zwei Tagen alle Männer erschossen und haben gesagt, ihr seid blöd, wir können sie noch als Arbeitskräfte gebrauchen.
00:36:50: Ab dem zweiten, dritten Tag haben Sie jede Menge aufständiger Männer Polen in die KZ nach Birkenau und sowas gepackt.
00:37:03: Diese Geschichte in den Adlerwerken war genau im August und haben gesagt, Männer haben ja genug.
00:37:09: Wir könnten hier ein KZ
00:37:10: machen.".
00:37:11: Und dann haben sie alle Fenster zugemauert.
00:37:14: Am XXIII.
00:37:15: August ist ein Vorauskommando gekommen und hat dort sozusagen das Zugemauer des Werksgelände ... Mein
00:37:23: Gott!
00:37:23: Ja.
00:37:24: Und dann haben sie, am Ende August-September sind tausend Polen von den Kacets in die Adlerwerke gekommen.
00:37:32: Die sind ganz normal mit dem Zug zum Hauptbahnhof und sind dort in einer Kolonne in der Adler Werke marschiert und mussten da auch schlafen.
00:37:42: Das ist der Unterschied zwischen den Zwangsarbeitern und dem KZ.
00:37:46: Ja, wichtige
00:37:48: Unterscheidung.
00:37:49: Genau das wurden dann noch mal sixhundert nachgeliefert also ein tausend sechshundert Häftlinge kamen des fünfhundert achtundzwanzig sind dort umgekommen in den Adlerwergungen liegen auf einem Massengrab im Hauptfriedhof Und wir begehen immer den vierundzwansichsten März Als Beginn des Todesmarsches, das war der letzte Marsch.
00:38:18: Die Evakuierung des Karzetts dort und man muss sich bedenken die Amerikaner waren schon über dem Rhein, die kam von Darmstadt auf Frankfurt zu.
00:38:31: Und am siebenundzwanzigsten März, drei Tage nachdem die da weg marschiert sind.
00:38:37: Die sind noch nicht in Hühnfeld angekommen, wurde ... Frankfurt von den Amerikanern befreit.
00:38:44: Durch einen Glücksfall, weil die haben erst mal mit Atelier beschossen und auf die ersten Türme gezielt.
00:38:51: In der Gutleutschstraße saß der Kommandant der Deutschen und wurde mit dem ersten Atelierbeschluss getötet.
00:39:01: Und Frankfurt hatte keine Kommando-Struktur mehr.
00:39:04: Deswegen konnten die Amerikaner zum Glück für viele Deutsche relativ ... Unplutig Frankfurt erobern.
00:39:13: Okay!
00:39:14: Der Herr Haagemeier ist natürlich sofort als Nazi eingelocht worden und hat dann über ein halbes Jahr gesessen, die Adler Leute haben gesagt ja was machen wir?
00:39:27: Wir machen ein neues Auto.
00:39:30: Das Adler Junior wurde völlig neu entwickelt.
00:39:34: Völlig überraschend kam der Generaldirektor nach einem halben Jahr wegen minderer Schuld, da hat er ein bisschen Strafgeld bezahlt aus der Portotasche.
00:39:45: Wegen minderer Schuld kam er plötzlich aus dem Gefängnis frei.
00:39:49: Alle haben sich gewundert und er kommt in den Betrieb.
00:39:52: Schön, dass wir wieder da sind.
00:39:54: Wir machen keine Autos mehr!
00:39:56: Wie war's wieder?
00:39:57: Das renommierteste Automobilfabrik Deutschlands.
00:40:02: Und die größte Automobil-Fabrik in Frankfurt sagt, wir machen keine Automobil mehr.
00:40:07: Wir machen nur noch Motorräder und ... Das
00:40:11: sind
00:40:12: Dinge.
00:40:12: Ja.
00:40:12: Das war der Schock!
00:40:16: Ich kannte den Prokuristen.
00:40:18: Wir haben viele Veranstaltungen gemacht, deswegen kenne ich die Leute persönlich.
00:40:22: Der sagt wir waren sowas von einem Kopf geschlagen und wussten nicht wie wir das interpretieren
00:40:28: sollen.".
00:40:29: Wir haben, ich will das nicht mehr öffnen.
00:40:32: Aber man muss nur wissen, dass in den zwanziger Jahren die Opelwerke an General Motors verkauft wurden und es schön ist, dass Opel, also General Motors Deutschland hat für die deutsche Armee produziert und General Motors Amerika hat wir die amerikanische Armee produziert und Kriegsgräte hergestellt.
00:40:53: Und da gab's doch so ... Hagmeier war ein Dealer.
00:40:57: Also der hat gedeelt und ich könnte mir vorstellen, dass er ein Angebot gemacht hat.
00:41:03: Wenn er als Renumiesesdeutscher der Opel General Motors Firma keinen Konkurrenz mehr macht das wäre doch ein kleines Geschenk wert.
00:41:14: Und Hagemeier ist freigekommen wurde dann Ja, zum Aufbau Wirtschaftswunderführer und hat sogar vom Deutschen Bundeskanzler ein Bundesverdienstkreuz bekommen.
00:41:29: Also für das was in den Adlerwerken an Kräul-Taten passiert ist immerhin ein deutsches Verdienstordenswort ist schon ein starkes Stück.
00:41:40: Ich würde nicht so weit gehen, dass die unbedingt die Leute umbringen wollen.
00:41:44: Das war einfach Vernachlässigung.
00:41:47: Das Essen, was angeliefert wurde, wurde im Gallus auf dem Schwarzmarkt verkauft.
00:41:52: Die sind auch an Auszählungen gestorben.
00:41:56: Die unteren Chargen, die nicht mehr beaufsichtigt wurden, haben da ihr Mütchen gekühlt und haben Leute gequält.
00:42:03: Also ich denke, es ist ... Obervernachlässigung.
00:42:08: Nach dem Krieg haben Sie Motorräder wieder gebaut?
00:42:11: Genau, das wäre meine nächste Frage gewesen mit Blick auf die Uhr tatsächlich.
00:42:15: Wir können ja noch stundenlang erzählen nach dem Kriegs-Wiedermotorräder.
00:42:19: Ja, die haben damals gebohmt.
00:42:25: Allerdings ist dann auch Adler ins Schlinge angekommen Und brauchte Fremdkapital.
00:42:31: Das kam aus Nürnberg, da hat nämlich die Familie Grundig-Fanseher und so was ... Die haben Motorrad mit der Marke Triumph.
00:42:44: Ah!
00:42:45: Dann haben sie gesagt, lass uns doch nicht Konkurrenten sein, sondern zusammengehen.
00:42:49: Und dann hat Triumph Nürnenberg die Adlerberg gekauft.
00:42:53: Und die haben ein neues Motorrad herausgebracht unter der Markel Triumph Adler.
00:42:59: Wann war das genau?
00:43:00: Das waren Ende der Vierziger, die ganzen Fünfziger bis sieben und fünfzig.
00:43:06: Siebenundfünftig kam plötzlich ... Ja, die war ja in Frankfurt.
00:43:11: Und auf dem
00:43:12: Mess wurde ein Gogo-Mobil vorgestellt.
00:43:18: So einen Mini Kleinwahl.
00:43:20: Das kann man gar nicht ernst nehmen!
00:43:22: Doch.
00:43:24: Die Familien haben gesagt, wie toll!
00:43:26: Da kann der Papa und die Mama nebeneinander sitzen.
00:43:30: Vielleicht hinten noch die Kinder rein?
00:43:32: Und wir werden vom Regen nicht mehr nass ... Aktisch.
00:43:36: Ja, und wir können noch ein bisschen mehr im Kofferraum mitnehmen.
00:43:41: Und plötzlich das Gogo-Mobil boomte und der Motorradabsatz stagnierte und ging in den Keller.
00:43:50: Schlecht.
00:43:51: Ja,
00:43:51: sehr schlecht.
00:43:52: und dann ging es eigentlich bergab mit den Adlerwerken weil Die hatten nicht genügend Eigenkapital und es boomte nicht mehr so.
00:44:02: Und dann wurden sie von anderen Firmen aufge- ... äh, die Firma Lippen, die VW hat...
00:44:09: Hat auch aufgekauft?
00:44:10: ... hat aufgekauft, die Adlerwerke.
00:44:12: Komplett
00:44:13: oder...?
00:44:14: Ja komplett!
00:44:17: Und hat geguckt was für Patente sind denn aus der Fahrzeugzeit
00:44:20: noch da?
00:44:21: und hat sich die Patente rausgezogen und hat den Rest wieder verschärbelt.
00:44:25: Das heißt, Adler ist nach dem Krieg Also in den sechzehr Jahren immer mehr ausgeplündet worden.
00:44:33: Und zum Schluss Olivetti, der große italienische Schreibmaschinenbauer, hat natürlich sich auch eingekauft und hat Adler besessen und hat den Schreib-Maschinenbau gemacht.
00:44:46: Dann kam der Computer.
00:44:50: Es wurde früher gesagt, die Computer haben die Adlerschreibmaschine ruiniert?
00:44:57: Da wieder Sprach in meiner ersten Sendung, um darauf zurückzukommen.
00:45:01: Der Betriebsratsvorsitzende sagte, wir konnten die einzige Firma mit sieben Durchschlägen machen und alle Amtsstuben Deutschlands mussten Adler kaufen.
00:45:15: Und bis zum Schluss, bis zu zweiundneunzig haben wir schwarze Zahlen geschrieben.
00:45:23: Toll!
00:45:24: hat die Adlerwerke verkauft an Philipp Holzmann.
00:45:27: Die haben gesagt, wir machen da ein Hochhaus hin.
00:45:32: Das wurde dann verboten.
00:45:33: Der Hochhausplan in Frankfurt wurde geändert.
00:45:36: Die hatten unter der Voraussetzung, dass man entlang der radialen Echesheimer-Hahnauer Mainzer Hochhäuser bauen darf.
00:45:46: Das wurden verworfen vom Stadtparlament und plötzlich hatte Philipp Holzman ein Problem.
00:45:52: und hat die Adlerwerke versucht zu entwickeln.
00:45:55: Wir sind da zwei, drei Mal umge... Also wir haben zweinneunzig die Offerte bekommen da ein Theater, dass sie uns einen Theater bauen.
00:46:03: Das wurde
00:46:03: jede Menge mit
00:46:05: uns geworben aber die Werbung hat gar nichts genützt und der hatte keinen interessiert.
00:46:10: Und dann ging es ein bisschen durch Schmiergeld.
00:46:14: Da hat einer ins Gefängnis gehen müssen.
00:46:17: Fünfundneunzig hat die Deutsche Bahn
00:46:19: Alles
00:46:21: angemietet, weil die brauchten ein Gelände neben einer Bahnlinie.
00:46:26: Weil sie wollten ihre Bahn telefonnetzt als ... Das ist heute Vodafone.
00:46:35: Manes Mann hat es dann das Telefonnetz übernommen.
00:46:39: Dann wurde Vodaphone draus und also das heutige ... Wodafone-Netz hat seinen Ursprung auch in den Nachbarn.
00:46:47: Ach komm,
00:46:47: das ist ja gar
00:46:49: nicht so ein Boden!
00:46:53: Das
00:46:54: ist doch
00:46:54: eine Boden!
00:46:54: Ja, was spannend!
00:46:55: Was für ne Geschichte!
00:46:59: Die Adlerwerke sind dann nach Krisheim umgezogen.
00:47:04: In Krisheim hat da noch so eine Reparaturabteilung gegeben, die hat es noch fünf Jahre geben und dann hat auch das Werk Krisheim zugemacht.
00:47:12: Und das Witzige ist, Adler hat für seine Arbeiter eine Immobilienfirma gegründet.
00:47:20: Adler Immobilien, das ist die einzige Firma, die es heute noch gibt.
00:47:24: Die gibt's heute nach?
00:47:25: Ja.
00:47:26: Es ist Heimelandstraße, Adler-Immobilien.
00:47:28: Ich fahre immer vorbei.
00:47:30: Das ist das einzige Überbleibsel dieser großen Firmengeschichte.
00:47:35: Was für ein tolles Ende, Winnie!
00:47:38: Tolles Ende aber auch spannend dass es da wenigstens noch einen Reststück gibt und natürlich das Gallus Theater.
00:47:45: Das sind ja nur Mieter.
00:47:46: Genau, aber ganz toll und ich glaube wir können noch viel mehr erzählen.
00:47:51: Vielleicht machen wir nochmal eine Sendung?
00:47:52: Schauen wir mal!
00:47:53: Ja
00:47:53: also genau der Arbeitskampf Frankfurt haben wir nicht gemacht.
00:47:59: Der größte Bremsenbauer der Welt, die ist aus den Adlerwerken.
00:48:05: Clara und Norris stehen es... Die erste Frau, die die Welt umrundet hat.
00:48:15: Da gibt's so spannende Geschichten noch.
00:48:18: alles mit Adler vergrüpft heute aber nicht zu erzählen.
00:48:21: Nein!
00:48:21: Ich freue mich drauf.
00:48:22: wir treffen uns gerne wieder.
00:48:23: ich lade dich gerne wieder ein.
00:48:25: vielen herzlichen Dank dass du heute mein Gast warst.
00:48:29: Alles Gute dir!
00:48:30: Ja, war gerne hier.
00:48:32: Weil ich hab jetzt gerne mal so die großen, großartigen Sachen der Artler Weigemacher erzählen
00:48:37: wollen.
00:48:37: Vielen herzlichen Dank, Fini.
00:48:41: Das war Wissenschaffen, der Podcast von und mit Nadine Zeitner.
00:48:44: Bis zum nächsten Mal.
00:48:46: Bleibt bis figurig.
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